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"Raus aus der Komfortzone" - wirklich?

Aktualisiert: 2. Apr. 2020

Führung mit positiven Verbindungen statt Veränderungsdruck


#Führung#Verbindung#Veränderung#Innovation


Wurden Sie auch schon mal von Ihrer Führungskraft aufgefordert, Ihre Komfortzone zu verlassen? Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen damit geht - mir geht es damit meistens nicht sonderlich gut.


Selbst wenn erkennbar wichtige Veränderungen anstehen und ich in bester Absicht dazu aufgefordert werde, bin ich eher verärgert. Mein ohnehin schon hoher aktueller Einsatz, meine Anstrengung, mein Engagement werden scheinbar weder wahrgenommen noch gewürdigt. Außerdem fühle ich mich unsicher. Ja, „raus“, nur wovon und wohin? Was genau ist mit „Komfortzone“ gemeint? Was ist da außerhalb der „Komfortzone“? Was will mein Gegenüber mir damit sagen? Dass ich etwas (was?) ganz anders machen soll? Dass das Ziel (welches?) genau dort liegt, wo ich gerade nicht bin? In einem aber bin ich mir allerdings ziemlich sicher: Das klingt nicht sonderlich attraktiv, dort will ich gerade nicht unbedingt hin.


In der Tat sind solche Gefühle nachweislich kontraproduktiv für das Lernen von Neuem und für Veränderungen. Nach Erkenntnissen aus Psychologie und Neurowissenschaft bedarf es für das Angehen von Veränderungen so viel Sicherheit wie möglich und einer

Verbindung mit positiven Emotionen.


Was kann also eine Führungskraft besser machen, wenn sie beispielsweise Innovationen fördern will und dringend Effizienzsteigerungen braucht? Aus unserer Erfahrung ist es wirksamer, den Menschen für ihre Aufgaben Sicherheit zu vermitteln und diese Aufgaben mit positiven Emotionen zu verbinden.


Dies kann beispielsweise erfolgen durch:

· Klärung der Zugehörigkeit und Anerkennung von Positionen im Team

· Aktivierung von Ressourcen und stärken von Kompetenzen

· Optimale Aufstellung zur Aufgabe

· Öffnung neuer (Spiel-)Räume und Angehen konkreter nächster Schritte


Zusammengefasst sehen wir in der pauschalen Aufforderung „raus aus der Komfortzone“ eine riskante Fokussierung auf Unsicherheit und negative Gefühle.


Besser klingt vielleicht eine Einladung, mit Ressourcen und Kompetenzen gut abgesichert und in einer leistungsfähigen Teamaufstellung gemeinsam Neuland zu betreten.



Was meinen Sie dazu? Wir freuen uns auf Austausch.




LEPPELMANN | Co

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